Logo

Nachhaltigkeitsprämie Wald des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

 

FAQ

Die Antragsfrist für die Bundeswaldprämie ist abgelaufen. Eine Antragstellung ist nicht mehr möglich!

Hier haben wir für Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen speziell zum Antragsverfahren zusammengestellt. Wird Ihre Frage auf diesen Seiten nicht beantwortet, können Sie uns gerne kontaktieren.

  • Was kann ich im Falle einer Ablehnung tun?

    Der Ablehnungsbescheid führt den Grund der Ablehnung auf.
    Für Rückfragen zum Ablehnungsbescheid senden Sie bitte eine E-Mail an bundeswaldpraemie(bei)fnr.de.

    Nach einer Ablehnung haben Antragsteller die folgende Option:

    • Wenn der Antragsteller davon ausgeht, dass alle Angaben und Unterlagen korrekt waren, kann er schriftlich per Post oder zur Niederschrift bei der FNR Widerspruch gegen den Ablehnungsbescheid erheben. Widersprüche können nicht per E-Mail eingereicht werden.
  • Was ist, wenn SVLFG-Bescheidinhaber und Zertifikatsinhaber nicht identisch sind?

    Antragsteller ist grundsätzlich der Inhaber des SVLFG-Bescheides.

    Lautet das Zertifikat (oder z. B. die Mitgliedschaft in dem forstwirtschaftlichen Zusammenschluss, der das Zertifikat hält) auf eine andere Person (z. B. Ehepartner*in, Tochter, Sohn, Vater, Mutter, Geschwister etc.), dann ist unter dieser Konstellation keine Bewilligung möglich.

    Antragsteller sollten vor Antragstellung sicherstellen, dass die Dokumente auf dieselbe Person/dasselbe Unternehmen ausgestellt sind.

  • Welche Rolle kommt Forstwirtschaftlichen Zusammenschlüssen (FWZ) bzw. Forstbetriebsgemeinschaften (FBG) zu?

    Sind Forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse (FWZ) bzw. Forstbetriebsgemeinschaften (FBG) Bewirtschafter von Waldflächen und erhalten als solche einen eigenständigen Bescheid der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG), so kann der FWZ/die FBG wie jede andere juristische Person einen Antrag auf Gewährung der Prämie für die bewirtschaftete Fläche stellen.

    In der Regel sind die Mitglieder eines FWZ bzw. einer FBG die Bewirtschafter der Waldflächen und erhalten den Bescheid der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft der SVLFG. Dann können die FWZ bzw. die FBG keine Anträge für die Waldflächen der Mitglieder stellen. Die FWZ bzw. FBG können aber ihre Mitglieder als Bevollmächtigte bei der Antragstellung unterstützen.

    Sind die Antragsflächen nach PEFC zertifiziert, haben die FWZ bzw. FBG eine weitere Aufgabe: Der Antragsteller muss zusätzlich zur PEFC-Rechnung eine Bestätigung des FWZ vorlegen, dass er dort Mitglied ist und seine Antragsfläche zertifiziert ist. Die Flächengröße des Mitglieds ist auf dieser Bescheinigung in Hektar auszuweisen. Allgemeine Aussagen zur Mitgliedsfläche (z. B. "... ist mit seiner Gesamtfläche bei uns Mitglied", "... ist mit seiner laut SVLFG-Bescheid ausgewiesenen Fläche bei uns Mitglied") werden nicht akzeptiert.

    Eine unverbindliche Mustervorlage kann hier heruntergeladen werden.

  • Was ist bei einer FSC-Gruppenzertifizierung zu beachten?

    Achtung: FSC-Gruppenzertifizierungen sind nicht zu verwechseln mit PEFC-Regionalzertifizierungen. In letzteren Fällen sind ggf. andere Unterlagen einzureichen. Bitte beachten Sie dazu die FAQ zu den Forstwirtschaftlichen Zusammenschlüssen.

    Antragsteller, die Teilnehmer einer FSC-Gruppenzertifizierung sind, reichen bei den einzusendenden Unterlagen auch das Zertifikat inklusive der Anlage ein. Die Anlage listet die teilnehmenden Betriebe auf.

    Zusätzlich sind bei einer FSC-Gruppenzertifizierung folgende Unterlagen einzureichen:

    • eine Mitgliedsbescheinigung, die die Mitgliedsfläche in Hektar ausweist und von der Gruppenleitung unterschrieben wird. Eine Musterbescheinigung finden Sie hier.
  • Wer erhält die Förderung?

    Antragsberechtigt sind private und kommunale Bewirtschafter von Waldflächen, die Inhaber des jeweiligen Bescheides der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft der SVLFG sind. 

    Nicht antragsberechtigt sind:

    • Bund und Länder
    • juristische Personen des Privat- oder öffentlichen Rechts, deren Kapitalvermögen sich zu mindestens 25 Prozent in den Händen des Bundes oder der Länder befindet
    • Stiftungen des Privat- oder öffentlichen Rechts, die zu mindestens 25 Prozent durch Kapital von Bund oder Ländern errichtet wurden.

    Weitere Informationen: Kapitel 3, Förderrichtlinie

  • Welche Bedingungen müssen erfüllt sein?

    Der Antragsteller muss Bewirtschafter einer Waldfläche im Sinne des Gesetzes zur Erhaltung des Waldes und zur Förderung der Forstwirtschaft (Bundeswaldgesetz) sein. Die bewirtschaftete Waldfläche muss auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland liegen.

    Bewirtschafter ist diejenige natürliche oder juristische Person, die für eine Waldfläche einen Bescheid der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) erhält (für kommunale Bewirtschafter von Waldflächen entfällt dieser Nachweis).

    Weiter muss die Waldfläche, für die die Prämie beantragt wird, durch ein Zertifizierungssystem wie z. B. Forest Stewardship Council (FSC) oder Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes (PEFC) zertifiziert sein.

    Der Antragsteller verpflichtet sich, das Forstzertifikat mindestens 10 Jahre ab dem Zeitpunkt der Auszahlung der Beihilfe zu halten.

  • Welche Unterlagen müssen im Rahmen der Antragstellung eingereicht werden?

    Im Anschluss an die Datenübermittlung erhält der Antragsteller eine Eingangsbestätigung per E-Mail. Anschließend sind folgende Unterlagen (bitte ungeheftet bzw. ungeklammert) per Post an die dort angegebene Adresse zu senden:

    • die vollständige Kopie des letzten Bescheides der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) sowie
    • die Kopie des Zertifikates für die Antragsfläche bzw. bei PEFC-zertifizierten Flächen die letzte PEFC-Rechnung. Bei Anträgen ab Februar 2021 ist die PEFC-Rechnung aus dem Jahr 2021 vorzulegen.

    Die PEFC-Urkunde ist nicht einzusenden!

    Sollte der Antragsteller Mitglied eines Forstwirtschaftlichen Zusammenschlusses (FWZ) nach §15 Gesetz zur Erhaltung des Waldes und zur Förderung der Forstwirtschaft (Bundeswaldgesetz) sein, ist bei einer PEFC-Zertifizierung der Antragsfläche folgendes zu beachten:
    Der Antragsteller muss zusätzlich zur PEFC-Rechnung eine Bestätigung des FWZ vorlegen, dass er dort Mitglied ist und seine Antragsfläche zertifiziert ist. Die Flächengröße des Mitglieds ist auf dieser Bescheinigung in Hektar auszuweisen.

    Eine unverbindliche Mustervorlage kann hier heruntergeladen werden.

    Falls notwendig wird die Erklärung zu De-minimis-Beihilfen im Rahmen des elektronischen Antragsverfahren abgegeben.

    Sie nehmen an der FSC-Gruppenzertifizierung teil?

    Beachten Sie bitte die FAQ zur FSC-Gruppenzertifizierung.

  • Ist die Prämie eine einmalige Leistung?

    Die Prämie wird einmalig gewährt.

  • Warum muss eine De-minimis-Erklärung abgegeben werden und wer muss diese abgeben?

    Die flächenbezogene Prämie wird als De-minimis-Beihilfe nach Maßgabe der Verordnung (EU) Nr. 1407/2013 gewährt. In der Europäischen Union sind wettbewerbsverfälschende Beihilfen an Unternehmen oder Produktionszweige verboten, da sie den Handel zwischen den EU-Mitgliedstaaten beeinträchtigen können.

    „De-minimis“-Beihilfen sind Subventionen, deren Umfang so gering ist, dass sie keine wettbewerbsrechtlichen Auswirkungen zur Folge haben. Damit diese Subventionen jedoch nicht doch zu einer Wettbewerbsverzerrung führen, wenn ein Unternehmen mehrere Subventionen dieser Art erhält, ist der Subventionswert aller für ein Unternehmen zulässigen „De-minimis“-Beihilfen auf bestimmte Höchstwerte begrenzt. Die Gesamtsumme der einem einzigen Unternehmen im Sinne von Artikel 2 Absatz 2 der Verordnung (EU) Nr. 1407/2013 (Allgemeine De-minimis-Beihilfe) gewährten De-minimis-Beihilfen darf 200.000 Euro bezogen auf einen Zeitraum von drei Steuerjahren nicht übersteigen.

    Um die Einhaltung der Höchstgrenzen zu gewährleisten, ist die Angabe der

    • in den vergangenen zwei Steuerjahren und im laufenden Steuerjahr bereits erhaltenen sowie
    • der zum Zeitpunkt der Antragstellung in Beantragung befindlichen 

    Subventionen im elektronischen Antragsverfahren notwendig.

    Der Antragsteller hat darzulegen, wann und in welcher Höhe er – unabhängig vom Beihilfegeber – in den letzten drei Jahren De-Minimis-Beihilfen nach den Verordnungen (EU) 

    • Nr. 1407/2013 (kurz: Allgemeine De-minimis-Beihilfe)
    • Nr. 1408/2013 (kurz: Agrar-De-minimis-Beihilfe)
    • Nr. 360/2012 (kurz: DAWI-De-minimis-Beihilfe)
    • Nr. 717/2014 (kurz: Fisch-De-minimis Beihilfe)

    erhalten oder derzeit beantragt hat. 

    Die Angaben zu De-minimis-Beihilfen gehören zu den subventionserheblichen Tatsachen.

  • Wie erfolgt die Auszahlung der Prämie?

    Ist der elektronische Antrag vollständig und liegen alle Unterlagen vor, wird der Antrag geprüft. Fällt diese Prüfung positiv aus, so erhält der Antragsteller per Mail einen Bescheid über die Gewährung der Prämie und ein Rücksendeformular.

    Mit dem Rücksendeformular bestätigt der Antragsteller die Antragstellung und die Bankverbindung zur Prämienauszahlung. Das Rücksendeformular ist per Post schriftlich innerhalb von 4 Wochen an die auf dem Rücksendeformular angegebene Adresse zu schicken. Liegt das Rücksendeformular fristgerecht und rechtsverbindlich unterzeichnet vor, erfolgt eine Auszahlung der Prämie zugunsten der angegebenen Bankverbindung.

  • Ist die Bundeswaldprämie steuerpflichtig?

    Die Prämie ist als Einkommen zu versteuern.

    Umsatzsteuer ist nicht zu entrichten.

  • Wie hoch ist die Prämie?

    Die Prämie wird flächenbezogen gewährt. Der Normalsatz beträgt 100 Euro/Hektar für PEFC-zertifizierte Waldflächen und 120 Euro/Hektar für FSC-zertifizierte Waldflächen.

    Der Mindestauszahlungsbetrag beträgt 100 Euro. Darunter wird keine Prämie gewährt (Bagatellgrenze).

    Bedingt durch die Gewährung der Prämie als De-minimis-Beihilfe ergibt sich eine maximale Höhe der Prämie von 200.000 Euro (sofern der/die Begünstigte nicht weitere De-Minimis-Beihilfen erhalten hat).

  •                  

    Rechtlicher Hinweis: 
    Der Inhalt dieser Fragen und Antworten dient ausschließlich Informations­zwecken und begründet keine Rechte und Pflichten.

Bundesministerin Julia Klöckner

Die Nachhaltigkeitsprämie Wald

Die Bundesregierung stellte im Rahmen des Konjunkturpakets 500 Mio. Euro für den Erhalt und die nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder in Form einer einmaligen flächenwirksamen Prämie zur Verfügung.
weiterlesen